Quer-durchs-Land-Ticket am Wochenende - Regeln und Kosten

Oswald Schenk 18. September 2026
Hand hält Smartphone mit D-TICKET App, bereit für das quer-durchs-land-ticket wochenende. Zug am Bahnsteig.

Inhaltsverzeichnis

Ein Ausflug mit Regionalzügen quer durch Deutschland kann am Wochenende erstaunlich günstig sein, solange Startzeit, Zugtyp und Mitreisende zum Ticket passen. Das Quer-durchs-Land-Ticket gilt samstags und sonntags ganztägig, ist aber kein 48-Stunden-Ticket. Ich zeige, wann es gilt, welche Züge erlaubt sind, was die Fahrt 2026 kostet und welche Rechte bei Verspätungen bestehen.

Die wichtigsten Regeln für das Quer-durchs-Land-Ticket am Wochenende

  • Gültigkeit samstags oder sonntags jeweils von 0 Uhr bis 3 Uhr am Folgetag
  • Preis 51 Euro für eine Person, bis zu 99 Euro für fünf Erwachsene
  • Züge RB, RE, IRE und S-Bahnen in der 2. Klasse
  • Kinder bis einschließlich 5 Jahre fahren kostenlos mit, bis zu drei Kinder von 6 bis 14 Jahren ebenfalls
  • Wichtig Für Samstag und Sonntag werden zwei getrennte Tickets benötigt

Gilt das Ticket am Samstag und Sonntag den ganzen Tag

Ja. An Wochenenden beginnt die Gültigkeit bereits um 0 Uhr und endet erst um 3 Uhr am nächsten Morgen. Ein Ticket für Samstag gilt also von Samstag 0 Uhr bis Sonntag 3 Uhr. Wer am Sonntag unterwegs ist, braucht ein Ticket für Sonntag, das bis Montag 3 Uhr gilt.

Damit eignet sich das Angebot auch für späte Rückfahrten nach einem Konzert oder Stadtbesuch. Ich würde trotzdem immer das Datum auf dem Ticket prüfen, denn ein Samstagsticket deckt nicht automatisch den gesamten Sonntag ab. Für zwei Reisetage brauchst du zwei Tagestickets.

Das Wochenende beginnt tariflich am Samstag. Wer in der Nacht von Freitag auf Samstag vor Mitternacht einsteigt, reist zunächst noch mit den Regeln des Freitags. Erst ab 0 Uhr gilt das Ticket für Samstag. Diese halbe Stunde kann bei einer Kontrolle entscheidend sein.

Welche Züge und Verkehrsmittel sind eingeschlossen

Das Ticket gilt deutschlandweit in Regionalzügen der 2. Klasse. Dazu gehören in der Regel Regionalbahn, Regional-Express, Interregio-Express und S-Bahn, sofern das jeweilige Eisenbahnunternehmen am Tarif teilnimmt.

Verkehrsmittel Gültigkeit
RB und RE Ja
IRE Ja, sofern als Regionalverkehr zugelassen
S-Bahn Ja
ICE, IC und EC Grundsätzlich nein
Bus, Straßenbahn und U-Bahn Nicht automatisch enthalten

Der größte praktische Fehler ist die Annahme, ein schneller Fernverkehrszug sei wegen einer Verspätung oder einer fehlenden Regionalverbindung automatisch erlaubt. Das ist bei diesem stark ermäßigten Ticket normalerweise nicht der Fall. Einzelne Strecken mit einer besonderen Freigabe bilden eine Ausnahme, deshalb sollte man die konkrete Verbindung im DB Navigator mit dem Filter „Nur Nahverkehr“ prüfen.

Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind ebenfalls nicht pauschal eingeschlossen. Für den Weg vom Bahnhof zum Ziel kann daher ein zusätzliches Verbundticket nötig sein. Gerade bei Tagesausflügen in größere Städte kalkuliere ich diesen Anschluss immer separat ein.

Was kostet das Ticket 2026 und wer fährt kostenlos mit

Der Preis richtet sich nach der Zahl der zahlenden Reisenden. Das Angebot lohnt sich besonders in einer kleinen Gruppe, weil der Gesamtpreis nur schrittweise steigt.

Zahl der Reisenden Gesamtpreis Preis pro Person
1 Person 51 Euro 51 Euro
2 Personen 63 Euro 31,50 Euro
3 Personen 75 Euro 25 Euro
4 Personen 87 Euro 21,75 Euro
5 Personen 99 Euro 19,80 Euro

Kinder bis einschließlich 5 Jahre fahren kostenlos mit und werden bei der Zahl der Reisenden nicht mitgezählt. Zusätzlich dürfen bis zu drei Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren kostenlos dabei sein. Das gilt auch für fremde Kinder, nicht nur für eigene. Diese Regel macht das Ticket für Familien und gemischte Gruppen deutlich attraktiver.

Ein größerer Hund zählt dagegen grundsätzlich wie eine zahlende erwachsene Person. Kleine Hunde, die in einer geeigneten Transportbox Platz finden, können kostenlos mitfahren. Für Fahrräder gilt keine automatische kostenlose Mitnahme. Je nach Bundesland und Verkehrsverbund ist meist eine zusätzliche Fahrradkarte erforderlich.

Die Namen der zahlenden Reisenden müssen auf dem Ticket stehen. Bei einem Online-Ticket werden sie bereits bei der Buchung eingetragen, bei einem Automaten- oder Papierticket müssen die vorgesehenen Felder ausgefüllt sein. Die Gruppe darf unterwegs zusteigen, die ursprünglich eingetragenen Personen dürfen aber nicht beliebig ausgetauscht werden.

So planst du die Wochenendfahrt ohne Tarif-Fallen

Für eine einzelne lange Tagesfahrt ist das Ticket oft eine gute Wahl. Für zwei Personen kostet es zusammen 63 Euro, für fünf Erwachsene 99 Euro. Innerhalb eines einzigen Bundeslandes kann ein Länder-Ticket trotzdem günstiger sein, besonders wenn die Strecke kurz bleibt oder nur ein regionaler Ausflug geplant ist.

Wer bereits ein Deutschland-Ticket besitzt, braucht für die eigene Fahrt normalerweise kein zusätzliches Quer-durchs-Land-Ticket. Für eine einzelne Person ohne Abo kann das Tagesticket dagegen sinnvoll sein. Bei zwei Wochenendtagen kostet es allein 102 Euro, während das Deutschland-Ticket 2026 monatlich 63 Euro kostet. Das Abo lohnt sich in diesem Vergleich allerdings nur, wenn es auch über die konkrete Reise hinaus genutzt werden soll.

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Meine Checkliste vor der Abfahrt

  1. Reisetag festlegen und prüfen, ob Samstag oder Sonntag auf dem Ticket steht.
  2. In der Verbindungsauskunft ausschließlich Nahverkehr auswählen.
  3. Umstiege mit etwas Reserve planen, weil Regionalzüge am Wochenende voll sein können.
  4. Zusätzliche Tickets für Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder Fahrräder prüfen.
  5. Namen aller zahlenden Mitreisenden eintragen und einen Ausweis mitnehmen.

Besonders bei beliebten Ausflugszielen würde ich nicht zu knapp kalkulieren. Das Ticket spart Geld, garantiert aber weder einen Sitzplatz noch einen freien Fahrradstellplatz. Eine Verbindung mit zehn Minuten weniger Reisezeit ist nicht automatisch die bessere Wahl, wenn der Umstieg am überfüllten Bahnsteig kaum zu schaffen ist.

Welche Rechte gelten bei Verspätung und Zugausfall

Das Ticket kann nicht einfach wegen einer Planänderung storniert oder umgetauscht werden. Eine Ausnahme besteht, wenn die gesetzlichen Fahrgastrechte greifen, etwa wenn am Zielbahnhof eine Verspätung von mindestens 60 Minuten zu erwarten ist und die Reise deshalb nicht angetreten oder abgebrochen wird.

Bei einer Ankunft mit mindestens 60 Minuten Verspätung sieht die Deutsche Bahn für ein Nahverkehrs-Zeitkartenangebot wie dieses eine pauschale Entschädigung von 1,50 Euro pro Fall in der 2. Klasse vor. Insgesamt werden höchstens 25 Prozent des Ticketwerts entschädigt. Beträge unter 4 Euro werden nicht ausgezahlt, weshalb sich das Sammeln mehrerer Verspätungsfälle lohnen kann.

Ein selbst gekaufter ICE- oder IC-Fahrschein wird bei diesem erheblich ermäßigten Angebot nicht automatisch erstattet, wenn eine Regionalverbindung ausfällt oder zu spät ist. Ich würde deshalb nicht ohne Nachfrage in den Fernverkehr wechseln, sondern zuerst eine alternative Regionalverbindung suchen und die Verspätung dokumentieren.

Für einen Antrag werden das Ticket und möglichst ein Nachweis über die Verspätung benötigt. Bei einem Quer-durchs-Land-Ticket wird die Entschädigung in der Regel über das Servicecenter für Fahrgastrechte bearbeitet. Entscheidend ist die tatsächliche Verspätung am Zielbahnhof, nicht nur die Verspätung eines einzelnen Zuges.

So wird aus dem Wochenendticket ein entspannter Reisetag

Am besten funktioniert das Angebot, wenn du es als flexible Tageskarte für Regionalzüge planst und nicht als Ersatz für eine beliebige Fernverkehrsreise. Ein Samstagsticket gilt bis Sonntag 3 Uhr, ein Sonntagsticket bis Montag 3 Uhr, jeweils nur im Regionalverkehr.

Meine wichtigste Empfehlung lautet deshalb, vor dem Kauf drei Dinge zu prüfen: den Reisetag, die Zugklasse und die Zahl der tatsächlich zahlenden Personen. Sind diese Punkte geklärt, spielt das Ticket seine Stärke aus, besonders bei Gruppen, Familien und spontanen Ausflügen über mehrere Regionen hinweg.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Ein Samstagsticket gilt von Samstag 0 Uhr bis Sonntag 3 Uhr, ein Sonntagsticket von Sonntag 0 Uhr bis Montag 3 Uhr. Für beide Reisetage brauchst du daher zwei getrennte Tickets.

Das Ticket gilt in der 2. Klasse in RB, RE, IRE und S-Bahnen, sofern das jeweilige Unternehmen am Tarif teilnimmt. ICE, IC und EC sind grundsätzlich ausgeschlossen. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind nicht automatisch enthalten.

Eine Person zahlt 51 Euro, fünf Erwachsene zahlen zusammen 99 Euro. Kinder bis einschließlich 5 Jahre fahren kostenlos mit. Zusätzlich können bis zu drei Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren kostenlos teilnehmen, auch wenn sie nicht zur eigenen Familie gehören.

Bei mindestens 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof kann eine pauschale Entschädigung von 1,50 Euro pro Fall in der 2. Klasse beantragt werden. Insgesamt werden höchstens 25 Prozent des Ticketwerts erstattet, und Beträge unter 4 Euro werden nicht ausgezahlt. Für den Antrag werden das Ticket und möglichst ein Verspätungsnachweis benötigt.

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Autor Oswald Schenk
Oswald Schenk
Mein Name ist Oswald Schenk und ich bringe über 10 Jahre Erfahrung in den Bereichen Mobilität, Schienenverkehr und Stadtplanung mit. Mein Interesse an diesen Themen entwickelte sich früh, als ich begann, die Zusammenhänge zwischen urbanem Wachstum und nachhaltigem Verkehr zu erkunden. Es fasziniert mich, wie durchdachte Stadtplanung und effiziente Verkehrssysteme das Leben der Menschen verbessern können. In meinen Beiträgen beschäftige ich mich mit aktuellen Trends und Herausforderungen in der Mobilität und analysiere, wie innovative Lösungen zur Verbesserung des Schienenverkehrs beitragen können. Ich lege großen Wert darauf, meine Informationen sorgfältig zu recherchieren und komplexe Themen verständlich aufzubereiten, damit meine Leser die Zusammenhänge besser nachvollziehen können. Mein Ziel ist es, nützliche und präzise Informationen zu bieten, die sowohl aktuell als auch leicht verständlich sind.

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